Jubiläum 50 Jahre St.Elisabeth 3. Teil

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Jubiläum “50 Jahre Kirche St. Elisabeth“ – 3. Teil

Kolumnen von Robert Walpen – Bilder von Josef Künzle

Neue Lebensfreude nach dem Krieg (1. Teil)
Nach Kriegsende beschliesst der Kultusverein im Juli 1946, nach längerem Unterbruch im Hotel Löwen wieder eine Weihnachtsfeier abzuhalten. „Der Erfolg ist ein ganz grosser“, heisst es dazu später.

Doch bereits im Jahresbericht 1948 steht zu lesen, „die Weihnachtsfeier im Hotel Löwen ist weniger gut besucht als letztes Jahr“. Ein Grund scheint das ungünstige Aufführungsdatum vom 26. Dezember zu sein, „da manche Pfarreiangehörige auswärts auf Besuch weilen oder selber Besuch haben.“
Deshalb wird die Durchführung auf Anfang Januar verschoben. So findet die Weihnachtsfeier 1950 erst am 7. Januar 1951 statt; der Eintritt kostet Fr. 1.65 für Erwachsene und 55 Rappen für Kinder.

1953 heisst es dann, „der Besuch sei in der Vergangenheit nie gross gewesen“, weshalb nur eine Kinder-Weihnachtsfeier zur Durchführung kommt. Dafür soll „die Mitternachtsmesse durch Musikeinlagen besonders schön“ gestaltet werden.
Allerdings finden sich ausser in einem Protokoll von Ende 1954 keine Hinweise mehr auf eine Neuauflage der Weihnachtsfeier für Erwachsene.

Neue Lebensfreude nach dem Krieg (2. Teil)
Es wird wohl immer Menschen geben, die sich freuen, an einem Fest teilzunehmen, das andere organisieren, ganz nach dem Motto „Der eine streicht den Zaun, der andere lässt ihn trocknen.“
Etwas Ähnliches muss sich zu Beginn der 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts auch bei der Vorbereitung einer Weihnachtsfeier ereignet haben.

Anlässlich der Vorstandssitzung des Kultusvereins vom 1. Februar 1952 zitiert sich der Aktuar selber. „Bei der erregten Diskussion gab der Aktuar seinem Missbehagen darüber Ausdruck, dass sich einzelne Mitglieder des Vorstandes und des Kultusvereins einfach zu wenig um die Aufgaben des Vereins kümmern und es immer anderen überlassen, die Arbeiten zu leisten; so sei es auch bei der Durchführung der Weihnachtsfeier der Fall gewesen, bei der es an ungehöriger und ehrbeleidigender Kritik nicht gefehlt habe. Es mangle an einer christlichen Zusammenarbeit und vielerorts an der Kinderstube“.

Ob die „erregte Diskussion“ Folgen hat und welche Konsequenzen aus dem „Missbehagen des Aktuars“ gezogen werden, darüber schweigt sich das Protokoll allerdings aus.

Neue Lebensfreude nach dem Krieg (3. Teil)
Nach der Einführung einer Weihnachtsfeier auf Ende 1946 wird für 1947 gleichzeitig auch eine Pfarrei-Fastnachtsunterhaltung angesetzt. Da an Weihnachten „der Erfolg ein ganz grosser“ ist, wird entschieden, „darum (auch) eine Fastnachtsunterhaltung“ durchzuführen.

Diese wird am 16. Februar 1947 im Hotel Löwen „mit Tanz abgehalten. Besuch und Verlauf sehr gut.“ Auch im folgenden Jahr wird die Unterhaltung durchgeführt, und der Jahresbericht vermeldet: „Grosse Attraktion ist das Fernsehen.“

1951 findet die Fastnachtsfeier am 4. Februar statt; der Eintrittspreis beträgt Fr. 2.20 bzw. Fr. 2.– im Vorverkauf. Als Saalabzeichen findet ein Mützenverkauf zu Fr. 1.– pro Stück statt.

1955 soll zur „Förderung des Pfarrei-Zusammenhanges (…) eine gediegene Fastnachtsfeier für die Erwachsenen im Gemeindesaal stattfinden. In erster Linie sollen die Damen des Kirchenchores einige lustige Programmnummern, eventuell ein Theaterstück spielen und der Kirchenchor einige passende Lieder singen. Herr Pfarrer Hügler wird beauftragt, rechtzeitig eine kleinere rassige, nicht zu viel kostende Tanzkapelle zu engagieren.“